Insulin: Das blutzuckersenkende Hormon

Redaktion März 19, 2014 2
Insulin: Das blutzuckersenkende Hormon

Insulin ist lebenswichtig für den Körper und normalerweise produziert die Bauchspeicheldrüse genau so viel des Hormons, wie für die Regulierung des Zuckerspiegels im Blut nötig ist. Durch genetische oder ernährungsbedingte Faktoren kann es allerdings dazu kommen, dass wenig bis gar kein Insulin produziert wird.

Was bewirkt Insulin im Körper

Zucker ist sozusagen der Treibstoff für die Organe und Körperfunktionen. Die meisten Zellen benötigen jedoch Insulin, um den Zucker verwerten zu können. Der Zuckerspiegel im Blut sinkt also deshalb, weil der Zucker in den Zellen aufgenommen wird.

Je höher der Kohlehydratanteil in der Nahrung ist, desto mehr Insulin wird benötigt. Ein gesunder Körper ist in der Lage, den individuellen Bedarf zu produzieren und auszuschütten.

Diabetes mellitus Typ 1

Bei dieser, meist genetisch bedingten, Form der Diabetes produziert die Bauchspeicheldrüse gar kein Insulin und der Patient ist gänzlich auf die Zuführung des Hormons durch Spritzen angewiesen. Bleibt der Zucker unverarbeitet im Blut, sind die Zellen nicht optimal versorgt und sie holen sich die benötigte Energie aus anderen Reserven. Unbehandelt führt die Überzuckerung zum hyperglykämischen Koma und mitunter sogar zum Tod.

Diabetespatienten bekommen das Insulin gespritzt und bis es optimal eingestellt ist, kann es mitunter zum gegenteiligen Effekt kommen. Nämlich dann, wenn es ein lang anhaltendes Insulin ist oder stark wirkt. Der Blutzuckerspiegel wird zu stark gesenkt und es tritt die Unterzuckerung ein. Da das Zusammenspiel von Insulin und Nahrung ein wichtiger Faktor ist, müssen sich Diabetespatienten genau an den Tagesablauf und die Zeitpunkte der Mahlzeiten halten.

Diabetes mellitus Typ 2

Überwiegend durch einen ungesunden Lebensstil erkranken in der heutigen Zeit immer öfter junge Menschen an der Altersdiabetes (Typ 2). Die Bauchspeicheldrüse produziert nicht genügend Insulin oder zu viel. Wenn die Zellen die Glukose nicht optimal verwerten können, bleibt sie im Blut liegen und der Blutzuckerspiegel steigt an. Die Bauchspeicheldrüse reagiert darauf, indem sie mehr Insulin als nötig produziert. Bleibt dies über längere Zeit unentdeckt, ist die Bauchspeicheldrüse durch diese Überproduktion erschöpft und produziert in der Folge zu wenig.

Diese Art der Erkrankung kann jedoch im Anfangsstadium gut mit einer medikamentösen Therapie behandelt werden. Vorausgesetzt, der Patient arbeitet selbst mit und stellt sowohl seine Ernährung um und betreibt regelmäßig Sport. Ein Spritzen von Insulin kann so oft mehrere Jahre hinausgezögert werden.

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