Diabetes mellitus Typ 2

Redaktion August 20, 2013 14
Diabetes mellitus Typ 2

Der sogenannte “Altersdiabetes”, Diabetes mellitus Typ 2, ist die am häufigsten vorkommende Stoffwechselerkrankung. Längst erkranken nicht mehr nur ältere Menschen daran, selbst Kinder und Jugendliche können davon betroffen sein. Diabetes ist eine anfangs symptomlose Erkrankung, die zu gefürchteten Folgeerkrankungen, wie Nierenschäden und Sehstörungen führen kann. Die häufigste Ursache ist Übergewicht, welches den gesamten Stoffwechsel und Körper belastet. Rechtzeitig erkannt und behandelt, lassen sich die Folgeschäden weitestgehend verhindern.

Ursachen Diabetes mellitus Typ 2

In den meisten Fällen sind Übergewicht und Bewegungsmangel die Ursache. Eine erbliche Belastung, eine fettreiche und stark kohlenhydrathaltige Ernährung sowie andere Fettstoffwechselstörungen, kommen ebenfalls als Auslöser in Frage.

Das sogenannte Metabolische Syndrom setzt sich zusammen aus den Faktoren:

  • Bluthochdruck (Hypertonie)
  • Übergewicht
  • Fettstoffwechselstörung
  • Diabetes mellitus

Es kann zu Schlaganfällen, Herzinfarkten und Gefäßerkrankungen, wie Arteriosklerose, führen. Damit ist der Diabetes ein weiterer Risikofaktor, um schwer verlaufende Erkrankungen zu verursachen.

Entstehung

Der Typ 2 Diabetes entsteht durch einen relativen Insulinmangel in den Zellen des Körpers. Die Bauchspeicheldrüse produziert zwar genug Insulin, die Zellen werden aber unempfindlich dagegen. Der aufgenommene Zucker kann bei einem Diabetiker nicht in die Zellen transportiert werden, was den Blutzucker (Glukose) ansteigen lässt. Das Fettgewebe am Bauch sorgt für eine Ausschüttung verschiedener Botenstoffe, was die Insulinresistenz verstärkt. Somit steigt der Blutzucker immer weiter an. Die Bauchspeicheldrüse versucht den Insulinmangel durch eine erhöhte Produktion des Hormons auszugleichen. Infolge der vermehrten Ausschüttung erschöpfen sich die Langerhansschen Inseln und die Insulinproduktion nimmt ab. Das wiederum erhöht den Blutzucker noch mehr.

Symptome

Im Anfangsstadium verläuft die Erkrankung symptomlos. Dies ist der Grund dafür, das er lange Zeit unentdeckt bleibt. Oft wird er erst bei einem auftretenden Schlaganfall oder Herzinfarkt entdeckt. Wenn der Blutzucker stark angestiegen ist, kommt es, bedingt durch die erhöhte Zuckerausscheidung, zu häufigem Wasserlassen und Durst. Der erhöhte Blutzucker (Glukose) sorgt für eine erhöhte Infektanfälligkeit, gehäuft auftretende Infektionen und Wunden, die schlecht heilen. Auch eine juckende oder trockene Haut sowie eine allgemeine Schwäche sind Anzeichen für eine Diabetes.

Diagnose

Blutzuckermessung bei Diabetes

Der einfachste und günstigste Test ist die Blutzuckermessung (mehr Infos). Bestehen hier erhöhte Werte, wird meist ein oraler Glucose-Toleranztest angeordnet. Auch ein Blutzuckertagesprofil kann Aufschluss über die Zucker-Stoffwechsellage geben.  Ein erhöhter Nüchternblutzucker von über 126 mg/dl aus venösem Blut, Werte über 110 mg/dl aus kapillärem Blut oder Werte über 200 mg/dl sind für die Sicherung der Diagnose von Bedeutung.

Therapie

Der Typ 2 Diabetes wird mit oralen Antidiabetika, einer angepassten Ernährung oder Insulin, behandelt.  Orale Antidiabetika verbessern die Insulinempfindlichkeit der Zellen und senken so den Blutzuckerspiegel. Sie bergen die Gefahr der starken Unterzuckerung, deshalb ist eine regelmäßige Kontrolle des Blutzuckers wichtig.  Eine spezielle Diät bei Patienten ist nicht erforderlich. Die Ernährung sollte ausgewogen, fett- und kalorienarm sein. Von Zuckeraustauschstoffen wird mittlerweile abgeraten. Sie haben keinen positiven Effekt auf den Blutzuckerspiegel.  Sinkt der Blutzuckerspiegel trotz angepasster Ernährung, Bewegung und Medikamenten nicht ausreichend, erfolgt meist eine Insulin-Therapie. Dieses muss regelmäßig gespritzt werden.

Vorbeugung

Verhindern lässt sich der Diabetes mit:

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